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Ich kämpfe für eine Gesellschaft, in der Teilhabe kein Privileg ist, sondern eine garantierte Basis

Die Heilerziehungspflegerin Tanja Schoemackers studiert Inklusion und Teilhabe, um mit Praxiserfahrung und theoretischen Fachwissen Klient:innen zu Empowerment zu verhelfen. Die Barrierefreiheit des flexiblen Onlinestudiums ist dabei von Vorteil.

Frau mit Brille und blauer Bluse mit Blattmuster, lächelt in die Kamera, im Freien mit grünem Hintergrund.

Tanja Schoemakers arbeitet seit über 23 Jahren examinierte Heilerziehungspflegerin und ist aktuell im Bereich Case Management. Sie kämpft für eine Gesellschaft, in der Teilhabe kein Privileg ist, sondern eine garantierte Basis. Sowohl auf beruflicher als auch privater Ebene als neurodivergente Frau und Mutter. Das Studium Inklusion und Teilhabe vermittelt ihr den theoretischen Input, um Klient:innen genau zu dem Empowerment zu verhelfen, das ihnen rechtlich zusteht. Dabei ist das Studium eng mit ihrer persönlichen Überzeugung verknüpft, dass „Haltung Gesellschaft macht“. 

Tanja, was war Ihre Motivation, den Bachelor Inklusion und Teilhabe an der SRH Fernhochschule zu studieren?

Meine Motivation für das Studium ist tief in meiner Biografie verwurzelt: Als neurodivergente Frau und Mutter von drei ebenfalls neurodivergenten Kindern kenne ich die Barrieren des Systems aus erster Hand.

Meine berufliche Reise führte mich durch verschiedenste Bereiche der Eingliederungshilfe – von der Arbeit in einer SOS-Dorfgemeinschaft bis hin zur spezialisierten Jugendhilfe, in der ich Jugendliche mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten bei der Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt unterstützt habe. 

In der Beratung von Betroffenen und Angehörigen habe ich jedoch festgestellt, dass ich noch mehr theoretischen Input benötige, um Klient:innen in komplexen Situationen die bestmögliche Hilfestellung zu bieten. 

Mein Studium ist das Werkzeug, um ihnen genau das Empowerment zu ermöglichen, das ihnen rechtlich zusteht, und von der reinen Fallbegleitung zur strategischen Systemgestaltung zu gelangen.

Was gefällt Ihnen gut am Studium?

Ganz klar die Barrierefreiheit durch Flexibilität. 

Ohne das Modell des Fernstudiums und die freie Zeiteinteilung wäre ich heute sicher noch nicht so weit. Es ermöglicht mir, trotz der täglichen Herausforderungen als Alleinerziehende, mein Potenzial voll auszuschöpfen.

Seit meinem Start im Juni habe ich bereits zwischen 120 und 132 ECTS erarbeitet – ein Tempo, das nur möglich ist, weil ich dann lernen kann, wenn es in meinen Alltag passt.

Welche beruflichen Pläne haben Sie?

Mein Ziel ist es, Inklusionsprozesse auf strategischer Ebene zu steuern – sei es in der Politik, in Gremien oder durch meine Ideen wie z.B. einen „Inklusions-Campus“. 

Ich kämpfe für eine Gesellschaft, in der Teilhabe kein Privileg ist, sondern eine garantierte Basis.

Der Studiengang Inklusion und Teilhabe B.Sc. bietet hierfür die wissenschaftliche Grundlage - das konnte ich bereits im Austausch mit Experten auf Bundesebene erfolgreich einbringen.

Haben Sie Tipps für ein erfolgreiches Studium?

  • Nutzen Sie Ihre Geschichte:  Betrachten Sie Ihre Lebenserfahrung und Ihre Neurodivergenz nicht als Hindernis, sondern als wertvolle Expertise für die Praxis.
  • Individuelle Lernwege: Die SRH Fernhochschule unterstützt meine Art zu lernen sehr modern. Da ich Informationen aufgrund meiner Neurodivergenz anders verarbeite, nutze ich digitale Hilfsmittel und Vorlesefunktionen, um die Studienbriefe auditiv zu erfassen. 
Diese Form der Barrierefreiheit und der Nachteilsausgleich ermöglichen es mir, so zu arbeiten, wie es für mein Gehirn am besten funktioniert.
  • Struktur durch das Modell: Auch wenn das Fernstudium Freiheit bietet, braucht das Durcharbeiten der Studienmaterialien Disziplin. Die klare Modulstruktur hilft mir dabei, trotz eines turbulenten Alltags den Fokus zu behalten.
  • Vernetzung auf allen Ebenen: Suchen Sie den Dialog mit Menschen, die Ihre Visionen teilen – das gilt für engagierte Dozent:innen ebenso wie für Kontakte im Berufsalltag oder in der Politik. Ein starkes Netzwerk ist der beste Treibstoff.

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