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Die Kombination aus Flexibilität und guter Betreuung habe ich besonders geschätzt

Mit 50 hat sich Juliane Leicht den Traum von einem Master-Studium in Betrieblichem Gesundheitsmanagement erfüllt. Dabei konnte sie Themen aus der Praxis noch einmal aus wissenschaftlicher Perspektive betrachten und bewerten.

Frau mit schulterlangen, braunen Haaren und lila Lippenstift, lächelt in einem modernen Büro mit Pflanzen im Hintergrund.

Juliane, warum haben Sie sich für den Master-Studiengang Betriebliches Gesundheitsmanagement an der SRH Fernhochschule entschieden?

Ich habe über viele Jahre in einem international geprägten Unternehmensumfeld gearbeitet und dort das Betriebliche Gesundheitsmanagement für mehrere Firmen unterstützt, teilweise auch länderübergreifend. Für mich war irgendwann klar, dass ich mich beruflich künftig noch stärker auf dieses Themenfeld konzentrieren möchte. Obwohl ich bereits ein Diplom hatte, wollte ich meine praktische Erfahrung deshalb noch einmal gezielt um eine aktuelle wissenschaftliche Qualifikation im BGM ergänzen. 

Ich habe mir mit diesem Studium mit 50 Jahren noch einmal einen echten Lebenstraum erfüllt. Nach vielen Jahren im Berufsleben noch einmal an die Hochschule zurückzukehren, wissenschaftlich zu arbeiten und ein komplettes Masterstudium zu absolvieren, war für mich eine große persönliche Herausforderung. Dass ich nun mein Masterstudium tatsächlich mit der Gesamtnote 1,0 abgeschlossen habe, ist für mich etwas ganz Besonderes.

Was war das Thema Ihrer Master-Thesis?

Ein Thema aus meiner beruflichen Praxis hat mich dabei bis in die Masterarbeit begleitet: Warum werden gute Gesundheitsangebote in Unternehmen manchmal kaum genutzt, obwohl viel Zeit, Geld und Engagement in sie investiert werden? Diese Frage konnte ich in meiner Masterarbeit am Beispiel digitaler BGM-Angebote schließlich wissenschaftlich untersuchen. 

Sie ist unter dem Titel Digitale Gesundheitsangebote im Unternehmen - eine qualitative Untersuchung im Rahmen des Job-Demands-Resources-Modells erschienen

Was hat Ihnen am Studium gut gefallen?

Besonders geschätzt habe ich die Kombination aus Flexibilität und guter Betreuung. Ich konnte mir meine Lernzeiten weitgehend selbst organisieren und war trotzdem bei Fragen nicht auf mich allein gestellt.

Der Kontakt zu Professor:innen und Modulverantwortlichen war unkompliziert und die Rückmeldungen kamen meist sehr schnell, kompetent und freundlich.

Was für mich fachlich besonders interessant war: ich konnte Themen, die ich bereits aus der Praxis kannte, noch einmal aus wissenschaftlicher Perspektive betrachten und teilweise auch neu bewerten.

Welche beruflichen Pläne haben Sie?

Ich möchte nun wieder ganz gezielt im Betrieblichen Gesundheitsmanagement arbeiten und suche eine verantwortungsvolle Aufgabe, in der ich meine bisherige Erfahrung und die zusätzliche wissenschaftliche Qualifikation zusammenbringen kann. 

Besonders interessieren mich Positionen, in denen BGM strategisch weiterentwickelt wird und nicht nur aus einzelnen Maßnahmen besteht. Ich möchte wieder gestalten, Projekte voranbringen und dazu beitragen, Gesundheit nachhaltig in Organisationen zu verankern.

Haben Sie Tipps für ein erfolgreiches Studium (Lernen, Zeiteinteilung etc.)?

Für mich war entscheidend, dem Studium feste Zeiten im Alltag zu geben und kontinuierlich dranzubleiben. Auf den perfekten Zeitpunkt zum Lernen zu warten, funktioniert erfahrungsgemäß eher selten. 

Mir hat es geholfen, größere Aufgaben in überschaubare Etappen zu teilen und nicht alles bis kurz vor die Abgabe aufzuschieben. Auch wenn die eigene Studienzeit schon etwas länger zurückliegt, sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Man findet schneller wieder hinein, als man zunächst denkt. 

Neugier, eine gewisse Portion Disziplin und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, waren für mich wichtiger als das Alter.

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