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Zukunftsfähige Qualifikationswege in der psychiatrischen Versorgung: Warum flexible Weiterbildung entscheidend ist

Im Interview erklärt Martin Holzke, Zentralbereichsleiter Pflege und Medizin im ZfP Südwürttemberg, wie zukunftsfähige Qualifikationswege in Zeiten des Fachkräftemangels aussehen können und welche Rolle hier Kooperationen spielen.

Ein Mann steht an einem Tisch mit einem Laptop und präsentiert vor einem Publikum in einem hellen Raum.

Die psychiatrische Versorgung steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Steigende fachliche Anforderungen, strukturelle Veränderungen und ein wachsendes Bewusstsein für patientenzentrierte Ansätze verlangen nach neuen Antworten – insbesondere in der Qualifizierung von Fachkräften. Doch wie sehen zukunftsfähige Qualifikationswege konkret aus? Und welche Rolle spielen dabei Kooperationen zwischen Praxis und Hochschule? Darüber haben wir mit Martin Holzke, Zentralbereichsleiter Pflege und Medizin im ZfP Südwürttemberg, in einem Interview gesprochen.

Herr Holzke, warum gewinnt das Thema Qualifizierung aktuell so stark an Bedeutung in der psychiatrischen Versorgung?

Martin Holzke: Die Anforderungen an die psychiatrische Versorgung verändern sich spürbar – fachlich, strukturell und auch kulturell. Für uns im ZfP Südwürttemberg ist klar: Diese Entwicklung kann nur gelingen, wenn wir unsere Qualifikationswege konsequent weiterdenken und aktiv gestalten.

Welche Rolle spielen dabei Kooperationen wie die mit der SRH Fernhochschule?

M. H.: Eine ganz zentrale. Weiterentwicklung braucht Partnerschaft. Kooperationen sind für uns kein „Add-on“, sondern ein wesentlicher Baustein, um die Versorgung nachhaltig weiterzuentwickeln. Mit der SRH Fernhochschule haben wir einen Partner gefunden, der genau versteht, worauf es in der Praxis ankommt.

Was ist Ihnen bei Weiterbildungsangeboten besonders wichtig?

M. H.: Weiterbildung darf kein Zusatz sein, der „irgendwie nebenbei“ funktioniert. Sie muss sich in den Alltag unserer Mitarbeitenden integrieren lassen – vereinbar mit Beruf, Familie und den realen Anforderungen im Arbeitsumfeld. Genau hier überzeugt das flexible und digitale Studienmodell.

Was zeichnet dieses Studienmodell aus Ihrer Sicht besonders aus?

M. H.: Die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte setzen zu können, ist ein großer Vorteil. Gerade im Pflegestudium – etwa mit Ausrichtungen in
Management, Pädagogik oder Wissenschaft – können Mitarbeitende ihre Entwicklung gezielt steuern. Das eröffnet neue Perspektiven, sowohl für die Einzelnen als auch für uns als Organisation.

Welche strategischen Ziele verfolgen Sie mit solchen Qualifizierungsangeboten?

M. H.: Wir arbeiten aktiv am Ausbau unseres Qualifikationsmix, insbesondere in den pflegerischen Tätigkeitsfeldern. Unsere Überzeugung ist: Die Kombination aus beruflicher Erfahrung und hochschulischer Qualifikation schafft echten Mehrwert.

Worin zeigt sich dieser Mehrwert konkret?

M.H.: In mehrfacher Hinsicht: in der Qualität unserer Arbeit, in der Entwicklung neuer Rollenprofile und in einer modernen, multiprofessionellen Zusammenarbeit. Letztlich profitieren davon nicht nur unsere Mitarbeitenden, sondern vor allem auch die Patientinnen und Patienten.

Über das ZfP Südwürttemberg

Das ZfP Südwürttemberg bietet Menschen mit psychischen Erkrankungen professionelle Hilfe und Unterstützung. Möglich machen dies zahlreiche Stationen, Tageskliniken und Ambulanzen, Werkstätten, Heime und Wohngruppen an mehr als 20 Standorten zwischen Stuttgart und dem Bodensee.